Wir sind Viele in einem Körper - Alltag einer Multiplen Persönlichkeit
Wir sind Viele in einem Körper - Alltag einer Multiplen Persönlichkeit
Montag, 25. Juni 2018
"I'm 99 percent sure that something is wrong!"
...in my mind...

"The heart isn't always true and I am not always fine. We all have an angry heart, sometimes."

...&...

"It is the distance that makes life a little hard."

...!

I don't care about...
"Frienemies, who when you're down ain't your friend."
... 'cause I don't need them.

Trying to believe...

"This whole damn world can fall apart. You'll be okay, follow your heart."

...&...

"If you feel your dreams are dying - hold tight!"

...I'm still trying!

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Samstag, 12. Mai 2018
Da soll ich nicht sauer auf mich sein?!
Ich hab oft genug an Therapiestunden teilgenommen, in denen verschiedene Therapeuten mir und in Gruppentherapien auch den anderen Anwesenden versicherten, es wäre weder notwendig noch sinnvoll, sich für Reaktionen auf Trigger zu hassen oder wütend darauf zu sein, dass man reagiert wie man reagiert.
Jo, werte Therapeuten, das ist nett, und theoretisch sicher richtig. Praktisch klappt das auch nach für mich nicht mehr zählbaren Wiederholungen solcher Aussagen nicht immer. Im Alltag für meinen Geschmack viel zu selten.

Wir sind eigentlich immer mit Kopfhörern unterwegs, ein Ohr hört Musik, das andere die Umwelt und Kleo. Wenn uns etwas zu laut ist, können wir uns schnell davor schützen, indem wir die Kopfhörer auf beide Ohren setzen.
Gestern waren wir ohne Kopfhörer unterwegs, und natürlich läuft in einem Laden genau dann ein Lied im Radio, auf das unser Hirn mit Erinnerungsflut reagiert, wenn wir ohne Kopfhörer in der hintersten Ecke des Ladens sind. Das ist Zufall, dumm gelaufen.
Was mich mehr ankotzt ist, dass das nicht so gelaufen wäre, würde unser Hirn diesen Titel nicht erkennen, egal wie er für eine Cover-Version verändert wurde. Eigentlich stimmte nichts mehr an dem Titel, die Musik war anders, eine Melodie kaum rauszuhören, aber der Text war dergleiche und unser Hirn kann nicht anders als diesen zu erkennen und zu reagieren wie beim Originalsong. Bis bei mir bewusst ankam, warum mein Körper spinnt, vergingen einige Sekunden, weil ich das was im Radio lief nicht sofort zuordnen konnte.
Kleo fragte, was los ist, aber Antworten ging nicht. Erst später konnte ich ihr sagen, dass die Musik im Radio das Problem war. Das Original kennt und erkennt Kleo und weiß, dass wir darauf reagieren. Die Version gestern hat auch sie nicht als Problem erkannt, aber verstanden welches Lied ich meine, obwohl ich es nach wie vor nicht hinbekomme, den Titel zu nennen, die 6 Wörter komplett auszusprechen. Mir wird dann so schlecht, dass ich lieber gar nichts mehr sage, bis dieser Brechreiz weg ist. Irgendwo in der Öffentlichkeit kotzen zu müssen ist ne beängstigende Vorstellung für mich/uns.

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Dienstag, 24. April 2018
Eigentlich war das nur ein Text über Produktbewertungen...
Bis wir gesehen haben, dass unser Blog heute seit 999 Tagen online ist. Schöne Zahl, auch ohne Gefühl dafür wie kurz oder lange das ist. Wäre wahrscheinlich besser gewesen, wir hätten erst bei 1000 die Anzeige gesehen, über die 999 wird unsere Zwangsstörung jetzt wieder nicht fertig, bis dort etwas anderes steht. Gerade kann ich darüber lachen, dauert aber bestimmt nicht lange, bis wir total genervt sind von dem Zahlen-Mist in unseren Gedanken. Gut, dass wir heute einiges vor haben, Bewegung hilft immer noch am besten gegen solchen Stress, auch wenn rollen weit entfernt von dem Effekt ist, den Joggen früher hatte. Ist aber nun nicht mehr drin, also muss es anders gehen.

Jetzt zum eigentlichen Thema "Produktbewertungen". Wir sind seit kurz vor 4 Uhr wach und waren im www unterwegs:

Auf der Suche nach einer passenden Powerbank zu einem Preis der für uns passt, haben wir einige Bewertungen gelesen, nicht nur zu den von uns eigentlich gesuchten Produkten. Manche Online-Shop-Suchen finden irgendwie logisch, dass ich, wenn ich z.B. “Powerbank” eingebe, auch an Küchenwaagen, Putzrobotern und Pulsoxis interessiert sein könnte. Nichts davon haben wir in den letzten zwölf Monaten gesucht oder gekauft, daran liegt es also eher nicht. Wie auch immer…
Wir haben jedenfalls die Bewertung eines Kunden gelesen, der ein Finger-Pulsoxi gekauft hatte, die ein super Beispiel dafür ist, dass Bewertungen nicht zwangsläufig etwas über die Qualität eines Produktes aussagen. Der oder die Kunde/Kundin gab dem Pulsoxi 1 von 5 möglichen Sternen - und schrieb dann, dass 0 Sterne angebracht wären, aber nicht möglich sind - weil das unverschämte Pulsoxi sich doch tatsächlich erdreistet, sich in 30 Sekunden Messung auf keinen Wert festlegen zu wollen, was es ja sowas von unbrauchbar macht.
Im ersten Moment wusste ich wirklich nicht, ob ich darüber lachen will/kann/darf. Jetzt hoffe ich einfach mal, dass das ein Scherz sein soll, auch wenn ich von Fake-Bewertungen nichts halte und Scherze dieser Art daneben finde, aber dass jemand tatsächlich so blöd sein kann, ist irgendwie doch erschreckend. Die Frage, welchen Sinn so ein Gerät hätte, wenn man es ständig neu starten müsste, weil es sich auf einen Wert festgelegt hat, stellt sich dem Kunden offenbar nicht. Auch, dass es eher unwahrscheinlich ist, dass Sättigung und Puls über 30 Sekunden gleich bleiben, schien nicht einleuchtend zu sein. In dem Fall wäre es tatsächlich besser, wenn der Shop-Betreiber die Möglichkeit hätte, Bewertungen dieser Art zu löschen. Bei einhundert 5-Sterne-Bewertungen ist eine 1-Stern-Bewertung kein großes Problem, aber bei insgesamt nur 4 Bewertungen kann so eine Bewertung den Durchschnitt doch deutlich ins Negative ziehen, und das unberechtigt. Viele scheinen halt einfach nur auf die angezeigten Sterne zu gucken, ohne zu lesen wie diese entstanden sind. Klar kostet es Zeit, Bewertungen zu lesen, und einige sind auch eine Zumutung was Rechtschreibung und Tippfehler angeht, aber insgesamt lohnt sich das Lesen schon. Bewertungen wie die des Pulsoxis sind für mich jedenfalls irrelevant. Es ist normal, bei einer Gesamtbewertung von ca. 3 von 5 Sternen erstmal skeptisch zu sein was das Produkt betrifft, wenn man gleichzeitig Pulsoxis mit Gesamtbewertungen von 4,6 von 5 Sternen angezeigt bekommt. Das war auch meine erste Reaktion auf diese Sterne-Grafik. Beim Lesen war aber sofort klar, dass besagtes Pulsoxi einfach nur das Pech hatte, von jemandem gekauft und bewertet worden zu sein, der offenbar nicht wirklich wusste, was er da kauft und wie es funktioniert. Über das Pulsoxi sagt die Bewertung trotzdem etwas positives: Das "unbrauchbare" Gerät misst und funktioniert offenbar. ;-)

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Mittwoch, 18. April 2018
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Dienstag, 10. April 2018
Welcome to my life!
Heute ist nicht gestern, ich weiß.
Es sollte mir/uns egal sein, was früher war. Ganz besonders die Leute, deren Aufgabe es gewesen wäre, hinzusehen, mir/uns zuzuhören, anstatt sich mit anderen Erwachsenen zusammen zu tun um einem Kind das Leben schwerer zu machen, als es so schon war.
Heute hab/en ich/wir den offiziellen “Psycho-Stempel”, obwohl mir/uns etwas derart gestörtes nicht in den Sinn kommen würde, was damals wie ein Hobby der Erwachsenen um uns herum zu sein schien. Heute, mit noch mehr Wissen zu Zusammenhängen, hab ich dafür kein Verständnis mehr. Damals hab/en ich/wir die Fehler tatsächlich bei mir/uns gesucht und gefunden. (Kein Wunder, bei so viel Unterstützung bei der Fehlersuche. *ironie off*)
Diese ständigen Manipulationen; wir wissen bis heute nicht, ob wir lachen oder weinen sollen, wenn Erinnerungen daran im Kopf sind oder wir darüber mit Außenmenschen reden (sollen/wollen).
Vergangenheit bleibt nicht immer Vergangenheit, dafür hat vieles zu viele Auswirkungen auf Heute, die wir noch nicht im Griff haben.
Über das “noch” in diesem Satz mussten wir jetzt länger diskutieren, einigen stellt sich die Frage, ob sich das noch ändern wird, ob wir die Auswirkungen irgendwann in den Griff bekommen werden - und anderen hier stellt sich diese Frage nicht mehr. Das kann allerdings mit aktuellen Schwierigkeiten zusammenhängen, darum darf das “noch” nun dort erstmal stehen.

Wir haben vor einer Weile “Welcome to my life!” von SIMPLE PLAN irgendwo gehört, ich glaub es war Musik in einem Film den Kleo sich angesehen hat. Filme sind nicht unser Ding, die sind zu lang, dafür reicht unsere Konzentration nicht und Kleo versteht selbst nichts mehr von einem Film, wenn sie uns die ganze Zeit die Zusammenhänge im Film erklären muss. Musik in Filmen ist etwas anderes, die kommt meist auch bei uns an, wenn wir eigentlich gerade etwas anderes machen. So auch im Fall dieses Textes. Uns fallen einige Leute ein, denen wir das alles gern gesagt hätten. Damals, und teils in den letzten Jahren, und auch nicht immer unbedingt in “sozial verträglicher Form”. Manches trifft so heute nicht mehr zu, aber wir erinnern uns sehr genau daran, wie es ist, das alles zu fühlen und so gefangen zu sein.

(Der Text ist nicht vollständig!)
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“Do you ever feel like breaking down? Do you ever feel out of place? Like somehow you just don't belong and no one understands you? Do you ever want to run away? Do you lock yourself in your room with the radio on turned up so loud that no one hears you screaming?

No, you don't know what it’s like when nothing feels alright. You don't know what it's like to be like me. To be hurt, to feel lost, to be left out in the dark. To be kicked when you're down. To feel like you've been pushed around. To be on the edge of breaking down and no one there to save you.
No you don't know what it's like. -
Welcome to my life!

Do you want to be somebody else? Are you sick of feeling so left out? Are you desperate to find something more before your life is over? Are you stuck inside a world you hate? Are you sick of everyone around with the big fake smiles and stupid lies? But deep inside you're bleeding.

No one ever lied straight to your face and no one ever stabbed you in the back. You might think I'm happy, but I'm not gonna be okay.”
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Ein Außenmensch hat für uns den Kontakt zu jemandem hergestellt, der uns ziemlich wichtig war und ist. Und bleiben wird, egal was daraus wird oder nicht wird. Schon der Punkt, dass unsere Vergangenheit und deren Folgen es uns selbst unmöglich gemacht hat, diesen Kontakt herzustellen, ohne dass Dritte eingreifen und das für uns übernehmen, kotzt uns total an. Denn letztendlich war es Glück, dass bei einem Außenmenschen ankam, WIE wichtig uns diese Person war und was es mit uns macht, dass unsere Vergangenheit den Kontakt unmöglich zu machen schien.
Jetzt gibt es Kontakt zu dieser Person, und wir brauchen für eine einzige Mail mehrere Wochen, weil unsere Ängste und bekloppten Gedanken uns total blockieren. Es fängt damit an, bloß nicht in der Mehrzahl zu schreiben. Das ist für uns nicht so einfach. Andere Menschen haben ein Ich-Gefühl. Wenn wir schreiben, dann ist an der Stelle aber nun mal überwiegend ein Wir-Gefühl, und sobald wir “ich” schreiben, wenn wir “wir” fühlen, kommen wir total durcheinander, weil: Wer ist “ich”? Davon weiß der Empfänger der Mail aber nichts, also müssen wir unbedingt die Einzahl verwenden. Dann die vielen Dinge die in unserem Leben anders liefen, als wir es damals selbst geplant hatten und so anders als das, was als "normal" gilt. Darüber kann man schreiben, allerdings klammern wir das Warum dabei aus und Aussagen, die den Empfänger veranlassen könnten, nachzufragen, wollen wir auch umgehen. Nicht, weil wir ihm nicht vertrauen, sondern weil wir ihn schützen wollen. Nur können wir genau das auch nicht schreiben, denn dann kommt ziemlich wahrscheinlich die Frage, vor was. Also schreiben wir so gut es geht, denken über jedes Wort ewig nach, und fühlen uns dabei auch noch, als würden wir ihn anlügen, obwohl wir fast nichts mehr hassen als Lügen. Es sind keine Lügen, es ist nur die “allgemein verträgliche Version der Wahrheit”, die ihn schützen soll. Vor dem Schock seines Lebens, und den Idioten, die wir damit ebenfalls schützen, um ihn nicht in Gefahr zu bringen. Das ist der nächste Punkt der uns total ankotzt: Diese Idioten damit gleich mit zu schützen! Weil E-Mail Kommunikation nun mal leider nicht sicher ist vor besagten Idioten, nicht in der Form, und wir deshalb nichts mitteilen können, ohne dass die es mitbekommen können. Klar, wir könnten WhatsApp nutzen, in der Hoffnung, dass das sicherer ist. Nur geht uns das zu weit, und zu schnell. Mag sein, dass das unser Ding ist. Er hat uns seine Handynummer gegeben und damit vielleicht kein Problem damit, wenn wir diese auch nutzen. Aber wir haben ein Problem damit. Kleo weiß, dass wir nichts in Richtung Beziehung von ihm wollen, daran haben wir kein Interesse. Hatten wir nie. Ihm ist das wahrscheinlich auch klar, er weiß, dass wir mit einer Frau verheiratet sind. Aber schon der Gedanke, seine Frau, sein Kind, könnte etwas an unserem Kontakt falsch verstehen, geht für uns gar nicht.
Das kann man nur lösen, indem man darüber spricht, in dem Fall schriftlich, was es nicht einfacher macht. Die Theorie ist uns klar, das Umsetzen… ich sags mal so: Wie lange brauchen wir dann bei diesem Thema für eine Mail?! :-/

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Donnerstag, 22. März 2018
die Diskussion über HartzIV...
Die Diskussion zu HartzIV, die gerade überall geführt wird, kotzt uns nur noch an! Das fängt schon bei der nur sehr selten richtigen Bezeichnung der Geldleistungen an. Für die meisten Menschen ist HartzIV = Grundsicherung. Das ist soweit erstmal auch okay, denn es wird in Gesetzbüchern auch so genannt. Aber was fehlt, ist die Angabe des Sozialgesetzbuches (SGB XII oder SGB II) auf das die jeweils gemeinte Grundsicherung sich bezieht. Während alle diskutieren, ob HartzIV Armut bedeutet und dabei immer wieder die Bezeichnung “Grundsicherung” verwenden, als wäre das exakt dasselbe, klärt keiner der sogenannten Experten mal darüber auf, dass es verschiedene Leistungen mit der Bezeichnung “Grundsicherung” gibt, und über die Unterschiede wird auch nicht gesprochen.

Wir beziehen selbst gar keine Grundsicherung mehr, wissen aber noch sehr genau, was für Unterschiede zwischen GruSi nach SGB XII und HartzIV nach SGB II bestehen.

Ein Beispiel:
Ein HartzIV-Empfänger und ein GruSi-Empfänger (nach SGB XII ist hier gemeint) verdienen sich im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes etwas dazu, beide leisten die gleiche Arbeit. Der HartzIV-Empfänger darf das verdiente Geld behalten, dem GruSi-Empfänger werden 70% (!!!) davon von der GruSi abgezogen.

Nur mal nebenbei: Wer sich über den Mindestlohn beschwert und dafür “niemals arbeiten gehen würde” - was wir immer wieder hören, egal ob HartzIV-Empfänger, GruSi-Empfänger, oder Arbeitnehmer - rechne sich mal aus, was übrig bleibt, wenn vom Mindestlohn nur 30% tatsächlich in der eigenen Tasche landen.

Dazu kommt, dass GruSi-Empfängern viele Zusatzleistungen gar nicht erst zustehen, die HartzIV-Empfänger beantragen können.

Die Regelungen sind sicher im WWW zu finden, jeder kann also alles nachlesen.

Unsere Meinung zu beiden Sozialleistungen entsteht natürlich aus persönlichen Erfahrungen und Beobachtungen, wir haben nicht die Absicht, irgendwem unsere Sicht der Dinge aufzudrängen. Es kann sich ja jeder ganz leicht selbst über Gesetze informieren und sich eine eigene Meinung bilden.

Was für uns - neben den bereits genannten Dingen - einfach falsch und nicht immer fair ist, ist z.B. folgendes:

GruSi nach SGB XII beziehen Altersrentner und Erwerbsminderungsrentner, wozu auch die Rente bei voller Erwerbsunfähigkeit zählt.
(Früher wurde zwischen “Erwerbsminderung” und “Erwerbsunfähigkeit” unterschieden, mittlerweile wird beides “Erwerbsminderung” genannt, bei der Erwerbsunfähigkeit sind dann eben “100% Erwerbsminderung” angegeben.)
Wie kommt ein Mensch nun in die Situation, GruSi beziehen zu müssen?
1. Er ist einfach nur alt geworden. - Wir alle werden alt, das kann keiner verhindern. --> Altersrente.
2. Er ist durch Krankheit oder Behinderung nicht mehr in der Lage zu arbeiten. - Das kann jeden Menschen jederzeit treffen, auch wenn man das natürlich lieber ausblendet. --> Erwerbsminderungsrente.

Für uns sind beides Situationen, für die man in der Regel nichts kann. Dazu kommt, dass eine Erwerbsminderungsrente nicht “einfach so” genehmigt wird, eine 100%ige schon gar nicht.
Es gibt sicher Fälle, in denen man sich streiten kann, ob die Bewilligung einer Erwerbsminderungsrente angebracht ist, oder in denen man sich streiten könnte, ob der Grad der Erwerbsminderung nicht zu hoch ausgefallen ist. Genauso gibt es Fälle, bei denen man fassungslos darüber ist, dass die Rente abgelehnt wurde, oder der Grad der Erwerbsminderung zu niedrig erscheint. Das ist aber nichts, was nur bei Renten passiert, das kann man bei vielen Sozialleistungen beobachten.

In Diskussionen im Netz gibt es immer wieder Leute, die meinen, jeder kann arbeiten, Rentner sind nur zu faul. Diesen Leuten kann ich nur ewige Jugend und ewige Gesundheit wünschen, dann werden sie nie selbst mit der Realität konfrontiert, dass sie da absoluten Mist erzählt haben.
Sicher gibt es Menschen, die einfach nicht arbeiten wollen - aus welchem Grund auch immer. Das trifft aber sicher nicht auf jeden zu der Rente bezieht, sondern ist nur wieder eine von vielen Verallgemeinerungen.

Was wir immer wieder sehen, ist eher, dass Menschen ein abgeschlossenes Studium/eine abgeschlossene Ausbildung haben, Arbeit hatten, und dann aus verschiedenen Gründen Erwerbsminderungsrente beantragen mussten, die nicht selten viel zu wenig ist um davon zu leben. Dann bekommen sie zur EM-Rente zusätzlich GruSi, und tun alles um wenigstens ein paar Euro dazu - und vor allem SELBST - verdienen zu können. Diese Menschen als faul zu bezeichnen ist für uns nichts anderes als unverschämt und unfair.

Unsere Rente ist vergleichsweise viel, weil wir das Glück hatten, lange genug zu arbeiten und dabei genug zu verdienen, um einen höheren Betrag zu bekommen als z.B. Kleo, die sich vor der Berentung mit einem mies bezahlten Job über Wasser gehalten hat, um überhaupt arbeiten zu können. Da das letzte Einkommen Grundlage der EM-Rente ist, war das eine wirklich ungünstige Situation, nur lässt sich nicht planen, wann man EM-Rente beantragen muss. Unsere Rente reichte so gerade für uns allein, Sonderausgaben waren aber auch nicht drin. Unsere + Kleos Rente waren dann aber für zwei Personen zu wenig, darum bekam Kleo ergänzend GruSi. Leicht war es nicht, damit über einen Monat zu kommen, obwohl wir beide weder Alkohol noch Tabak brauchten. Das sind ja oft Ausgaben, die bei vielen viel Geld verschlingen, das dann an anderer Stelle fehlt.
Medikamente die nicht von den Krankenkassen übernommen wurden, Fahrscheine für den ÖPNV die Kleo kaufen musste, wenn wir nicht mitgekommen sind (Was wir versucht haben zu vermeiden, denn durch den Schwerbehindertenausweis fahren wir beide kostenlos. Abgesehen von den Kosten für die Wertmarke, die wir damals noch bezahlen mussten.), oder - was uns damals echt Stress gemacht hat - Haushaltsgeräte die plötzlich kaputt gehen. Das waren Dinge, die echt ein finanzielles Problem waren, das wir ohne Unterstützung nicht hätten lösen können.
Als Kleo endlich einen Job gefunden hatte, bei dem es kein Problem war, dass sie erstens nicht länger als 3 Stunden täglich arbeiten darf und das auch gar nicht jeden Tag kann, wurde es etwas besser. Zumindest finanziell. Der bürokratische Mist, den die Arbeit mit sich bringt, wenn man GruSi bezieht, hat viel Kraft und Zeit gekostet. Nicht zu wissen, wieviel Geld man im folgenden Monat zur Verfügung haben wird, weil das Amt die GruSi ja immer wieder an den Monatslohn anpassen muss, ist auch Stress durch Unsicherheit, der sich nicht gerade positiv auf die Gesundheit auswirkt, die eh schon “angekratzt” ist - sonst würde man ja keine Rente beziehen müssen.
Ein normaler Alltag mit Job und sicherem Einkommen, unabhängig von Ämtern zu sein, ist so viel einfacher und angenehmer als das was wir und Kleo in der Zeit hatten. Es fällt uns schwer zu glauben, dass sich das jemand antut, wenn er nicht muss. Und so ziemlich jeder, der erfahren hat, dass Kleo für einen Stundenlohn unter 3 Euro arbeiten geht, stellte reflexartig die Frage, warum sie sich das antut. Ganz einfach: Weil arbeiten gehen mehr ist, als “nur” Geld verdienen, aber auch weil selbst 20 Euro mehr im Monat einen Unterschied gemacht haben.

Mittlerweile bekommt Kleo keine GruSi mehr. Das ist so viel leichter. Was uns beiden unbegreiflich ist: Auf einmal steht uns Wohngeld zu, was mit GruSi ausgeschlossen war. Kleo bekommt ihren kompletten Lohn, ohne Abzüge. Und das Amt dass das Wohngeld zahlt, braucht keine monatliche Auskunft über unser Einkommen, sondern prüft das ca. aller 6 Monate. Wir fühlen uns im Gegensatz zu vorher oft reich, nur weil das Konto am Monatsende nicht unvermeidbar leer ist.

An der Situation hat sich nur die Art der Geldleistung geändert, das allein reicht um relativ gut über den Monat zu kommen, weil uns Geld zusteht, das uns mit GruSi nicht zustand.

Wie Menschen in die Situation kommen, HartzIV beziehen zu müssen, ist ausreichend bekannt. Schön ist daran nichts, unfreiwillig arbeitslos zu sein oder zu werden. Manche Auflagen, wie z.B. 6 Bewerbungen pro Monat nachweisen zu müssen, sind irgendwann totaler Quark. Wenn jemand nach der Ausbildung keinen Job bekommt, jahrelang immer wieder Absagen zu den verschickten Bewerbungen bekommt, weil er aufgrund einer Behinderung keine Chance bekommt, obwohl er trotzdem arbeitsfähig ist und auch arbeiten will, was bringen dann die 6 Bewerbungen im Monat - zum 10. Mal beim selben Arbeitgeber - außer Kosten, die das Amt erstatten muss, und Frustration bei den HartzIV-Empfängern? Das ganze soll motivieren, nur wen würde es tatsächlich motivieren, sich bewerben zu müssen und dabei schon sicher sein zu können, dass das nicht zu einem Arbeitsplatz führen wird? Von solchen Auflagen hat niemand was. Weder der Arbeitsuchende, noch die, die immer wieder betonen, dass sie das Geld verdienen, von dem HartzIV-Empfänger leben. Das Geld, das das Amt für diese unsinnigen Auflagen ausgibt, weil es die Bewerbungskosten auf Antrag erstatten muss, verdienen auch diese Leute, und genau dieses Geld könnte sinnvoller eingesetzt werden. Daran stört sich nur kaum jemand öffentlich.

Was auch kaum jemand erfährt, ist z.B., dass es Maßnahmen für HartzIV-Empfänger gibt, an denen sie teilnehmen sollen und müssen, z.B. zur Qualifikation/Weiterbildung, für die sie zusätzlich Geld erhalten. Das ist nicht viel, aber abgeben müssen sie davon nichts - GruSi-Empfänger gehen einer normalen Arbeit nach, und dürfen dann nur 30% des verdienten Geldes behalten.

In den Maßnahmen, die offiziell Maßnahmen für HartzIV-Empfänger sind, die die Chance erhöhen sollen, dass der Teilnehmer danach in Arbeit vermittelt werden kann, machen die Teilnehmer oft wochenlang Dinge wie z.B.:
aus Müll irgendwas basteln,
Draht zu irgendwas zurecht biegen,
malen und ausmalen verschiedener Vorlagen.
Für eine Maßnahme mit so einem Inhalt, der eher an Beschäftigungstherapie erinnert als an Zusatzqualifikation, bekam eine Bekannte von uns mehr Geld, als Kleo pro Stunde verdient hat. (Nach Abzug der 70% durch den Kostenträger der Grundsicherung.)

Unter anderem wegen solcher Dinge sollte weniger über die HartzIV-Empfänger und die Kosten für die Grundleistung “HartzIV” an sich geschimpft werden, als über die die festlegen, das Geld für derart unnötige Maßnahmen aus dem Fenster geworfen werden soll/darf/muss. Individuelle Förderung ist vielleicht pro Kopf teurer, würde letztendlich aber wahrscheinlich eher Menschen in Arbeit bringen, und somit auf Dauer Geld sparen. Es gibt einige Menschen, die sind einfach nicht mehr vermittelbar. Aus unterschiedlichen Gründen. Und wochenlanges basteln mit Müll dürfte die wenigsten vermittelbar machen.

Und um nochmal zur GruSi nach SGB XII zu kommen: Viele die EM-Rente bekommen, sind weder faul noch wollen sie nicht arbeiten, sie KÖNNEN es einfach nicht mehr. Auch wenn sie vorher vielleicht Jahrzehnte arbeiten waren wie andere auch. Eine Krankheit, ein Unfall mit Folgeschäden macht sie erwerbsunfähig, was oft schon ein extremer Einschnitt ins Leben ist. Die derzeitigen Regelungen zur GruSi bei EM-Rente fühlen sich dann wie eine Strafe für etwas an, für das man nichts kann, was man nicht hätte verhindern können. Das ist nicht das, was wir als gerecht bezeichnen können. Es gibt für uns keinen Grund, der es rechtfertigt, HartzIV-Empfänger besser zu stellen, ihnen mehr Rechte einzuräumen als GruSi-Empfängern. Da ist nichts, wofür man einen Menschen so “bestrafen” dürfen sollte. Warum sollte ein GruSi-Empfänger grundsätzlich weniger brauchen, als ein HartzIV-Empfänger? Auf welcher Grundlage ist das gerecht? Und warum wird öffentlich nur über HartzIV diskutiert, und nicht über die GruSi? Wenn HartzIV = Armut ist, ist GruSi = noch etwas ärmer als arm. Solche Diskussionen sind nutzlos, wenn eigentlich allen entscheidendes Wissen fehlt.

Eine Bekannte von uns hat Kleo jahrelang nicht geglaubt, dass HartzIV mehr ist als GruSi. Sie hat es abgestritten, weil sie sicher war, dass HartzIV = GruSi ist, die man bei EM-Rente ergänzend beantragen kann - bis sie in ihrem Umfeld den Unterschied selbst erlebt hat. Jetzt sieht sie das ganze deutlich anders.

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Sonntag, 25. Februar 2018
E-Mail "aus einem anderen Leben"
Merkwürdig, wenn jemand an uns denkt, den wir schon "vergessen" hatten. Vergessen trifft es nicht ganz, es gab aber lange keinen Kontakt und wir wussten nicht, dass er unsere Mailadresse überhaupt hat. Dass wir diese Adresse noch von Zeit zu Zeit synchronisieren ist eher Zufall, die Plattform auf der wir diese genutzt haben, existiert schon lange nicht mehr. Wir sind noch ganz normal arbeiten gegangen zu der Zeit und die Plattform war schon eine Weile offline, als uns Therapeuten, Psychiater und der Alltag keine wirkliche Wahl mehr ließen, ob wir weiter so tun können/wollen, als hätten wir unser Leben im Griff, oder uns endlich auf einen Klinikaufenthalt einlassen.
Das "wir" passt nicht wirklich in diese Zeit, der größte Teil von uns hatte noch keine Ahnung vom Vielesein und sowas war auch kein Thema dieser Plattform.

Die Mail kommt irgendwie wie aus einem anderen Leben und mehr als eine kurze Antwort bekommen wir nicht hin. Ohne zu wissen, wie es ihm heute geht, was er macht, ist da eine gefühlte Distanz zwischen uns und ihm, die wir nicht begründen können. Vielleicht ist es einfach typischer Mist unserer Angststörungen, das ständige Misstrauen gegenüber E-Mails, keine Ahnung. Wir müssten nicht mal antworten, die Mail ist frei von irgendwelchen Erwartungen. Schon das reicht, um uns misstrauisch zu machen, auch wenn uns klar ist, wie dumm das eigentlich ist, wir können dieses Gefühl nicht übergehen.
Es ist für uns ziemlich überraschend und erschreckend, wie gut er uns zu kennen scheint. Natürlich hat man mit niemandem täglichen Kontakt über Privatnachrichten eines Forums, wenn man keinen Draht zueinander hat, das ist schon klar. Zu Musik, besonders von Green Day, hatten wir beide eine "kompatible Bindung", geschrieben haben wir aber über so viele Dinge, dass wir uns irgendwie vertraut waren, ohne uns jemals gehört oder gesehen zu haben.

Er schrieb:
"Ohne zu wissen ob die Adresse noch deine ist hab ich sie noch. Wenn der Empfänger sich gestört fühlt; löschen reicht um mich loszuwerden. [...] Ich durchwühle immer noch regelmäßig das Internet und kopiere Texte und Zitate die ich gut finde. [...] Gestern hab ich wieder Stunden damit verbracht in meiner Sammlung zu lesen und manche verbinde ich heute noch als erstes mit dir. Viele davon sind aus den letzten 10 Jahren; ich hab demnach ganz sicher nie mit dir über diese Zitate geredet, trotzdem verbinde ich sie mit dir. Weil ich weiß, wir hätten dazu ähnliche Gedanken gehabt. [...]"

Er hat ein paar Zitate in die Mail kopiert, alle haben mit Green Day zu tun. Dass er diese mit uns verbindet ist teilweise echt... mir fällt kein Wort ein dafür. Aber ich glaube ich weiß was er denkt und warum er dabei an uns denkt. Und beim Lesen hatte ich mehrmals den Eindruck, dass ich ein bißchen mehr verstehe, warum ich mit Green Day so viel anfangen kann.

Mich/uns würde eine Sammlung wie er sie damals schon hatte total überfordern, aber die Zitate die er uns geschickt hat, halten wir jetzt einfach mal hier fest.

*There's nothing wrong with being a loser, it just depends on how good you are at it.*

*What annoys the hell out of me is the arrogance of some people. They don't even listen to our music, they decided in advance that they don't like it.*

*I think it's your own choice if you turn from an angry young man to a bitter, old bastard.*

*There's an honesty in our family - my kids and I are able to talk about things without me putting the fear of God into them.*

*One thing I want to teach my son is sensitivity to other people. I want to teach him not to be this macho freak.*

*No matter what, if you're a parent, you have to make sacrifices.*

*I'm a father. It isn't just my life any more. I don't want my kid finding bottles in the house or seeing his father completely smashed.*

*If you have children, you don't want to have drugs or drinks in the house. It's just not good.*

*We're not a political band. We don't want to tell people what to do or what to think. We just want to tell them to think.*

*We never fit in completely to the punk scene because we were writing love songs that were heartfelt and endearing. Some of the punks didn't know what to make of us, but i finally realized that was what made us punk. We sang what we meant, from the heart, and didn't worry about what anyone was going to think.*

*It's okay to grow up, but it doesn't mean you have to become like your parents.*

*If someone falls down, pick them back up. Just because there's not a frickin camera in your face doesn't mean you don't have to look out for each other.*

*And for our fans: They're just crazy people anyway. I always look at people in a Green Day-Shirt, and I think: "What's wrong with that person? What kind of hang-ups does that person have?". Obviously, it's not just the catchy songs, it goes deeper than that.*

(Stimmt. "It goes deeper than that", auch wenn ich nicht erklären kann warum und wie.)

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Samstag, 10. Februar 2018
Ein Foto im WWW von einem Ort den wir kennen.
Damit hab ich nicht gerechnet, schon weil der Ort heute offenbar anders genutzt wird als damals, und weil es kein negativ besetzter Ort ist. Trotzdem hat dieses Foto mich an etwas erinnert, zu dem ich gemischte Gefühle habe. Nicht, weil mir oder uns dort etwas traumatisches passiert ist, sondern weil die Situation an die ich mich wieder erinnern kann, Folgen hatte, die mir jetzt noch ziemlich Angst machen und mich blockieren. Ich weiß, dass diese Folgen weder richtig noch gerechtfertigt waren, und ich eigentlich nichts falsches getan habe, nur wurde mir das Gegenteil eingeredet und ich für etwas bestraft, was nicht wirklich falsch war. Das ist mir theoretisch klar, ich mache lange genug Therapie um mir Erinnerungen ausreichend distanziert anzusehen - bis die eingeredeten Fehler und die damit verbundenen Gefühle stärker werden als alles, was mir gerade noch logisch erschien... Also versuche ich, alles wieder auf Distanz zu bekommen und zu verstehen, was dahinter steckt und warum es damals war wie es war und ich jetzt fühle was ich fühle.

Sprache ist in so ziemlich allen Bereichen des Lebens wichtig und oft entscheidend. Darum ist es heute irgendwie logisch - aus der Sicht der Leute, die verhindern wollten, dass sie mit ihren Taten auffliegen - dass Sprache das war, was diese Leute kontrollieren wollten. Um sich zu schützen, indem sie uns kontrollieren, einengen, von der Umwelt immer ausreichend fernhalten. Es gab von Anfang an Regeln, wer wann und wo etwas sagt oder antwortet, und was wer in welcher Situation antworten soll und darf, und was nicht. Für uns war das normal, und unser Umfeld wertete es bis Ende der Grundschule als schüchtern, bis hin zu Überlegungen, ob eine Form von Autismus vorliegt. Für Mitschüler war merkwürdig, dass sie oft wussten, was wir antworten, bevor wir etwas sagen konnten. Die meisten fanden das schräg bis lustig, das störte uns allerdings meist überhaupt nicht, für uns war es zu normal und es gab uns Sicherheit, ohne das wir damals wussten, warum das so ist.

Wir waren lange sehr festgelegt und eingeschränkt in unserem Wortschatz. Das hat sich erst geändert, als der Zugriff auf uns für die Täter schwieriger wurde, sie nicht mehr rund um die Uhr machen konnten was sie wollten, und wir bei Menschen wie Kleo die Erfahrung gemacht haben, dass es keine "falschen", "bösen", "verbotenen" Wörter gibt und es ungefährlich ist, etwas anders zu formulieren als wir es bis dahin glaubten zu müssen.

Dieser Eingriff in die normale Entwicklung erscheint erstmal klein und eher nebensächlich. Wenn ich darüber nachdenke, was dadurch alles beeinflusst wurde, dass dadurch Möglichkeiten fehlten uns mitzuteilen, uns abzugrenzen von anderen Menschen und Situationen... was wir als gegeben hingenommen haben, wo eine Antwort die WIRKLICH von uns und mit allen altersentsprechenden Möglichkeiten gegeben worden wäre, vielleicht einen Unterschied gemacht hätte... finde ich nicht mehr, dass das nur ein kleiner Eingriff in unsere Entwicklung war. Mir fällt sprechen heute noch schwer, schreiben geht besser, nur kann ein geschriebener Text nur einen Teil von dem mitteilen, was in mir los ist, was nicht immer einfach ist. Wenn ich z.B. einem Therapeuten etwas von früher aufschreibe, kann ich Tatsachen wiedergeben und mit Worten beschreiben, damit sind die Fakten "ausgesprochen", was an Emotionen da ist, bleibt meins und allein bei mir. Das behindert Therapie manchmal ziemlich, aber der eigentlich normalste Weg ist für mich und einige andere hier (noch) zu versperrt um im normalen und hilfreichen Umfang genutzt werden zu können.

In der Situation damals, an die ich mich erinnern kann, seit ich das Foto gesehen habe, hab ich - aus Sicht der Täter - nicht nur gegen die "Antwort-Regeln" verstoßen, sondern bin auch noch in einer Situation "anwesend" gewesen, in die ich nicht "gepasst" oder "rein gehört" habe. Dass das nicht meine freie Entscheidung war, in diesem Moment die Körperkontrolle zu haben, spielte für die Täter keine Rolle. Es war falsch, alles andere ist egal. Dabei weiß ich bis heute nicht, was der Auslöser für den Wechsel war und warum gerade ich nach außen musste. Darauf hätte ich gern eine Antwort, die kann mir bis jetzt nur niemand geben.
Was auch immer vorher gewesen ist, ich war nun mal da und musste reagieren. Aus heutiger Sicht hab ich Teile der Situation in Sekunden ziemlich genau erfasst, und dabei trotzdem entscheidendes überhaupt nicht erkannt. Das ist der Teil, mit dem ich jetzt am wenigsten klarkomme, obwohl ich nichts absichtlich falsch gemacht habe.

Die Situation war für mich, als soll ich ein Gespräch führen, von dem ich den ersten Teil nicht mitbekommen habe.
Jemand fragt mich etwas, anscheinend als Reaktion auf etwas, was "ich" oder die anderen anwesenden Außenmenschen gerade gesagt oder getan hatten.
Klar war für mich sofort:
- "Ich" kenne diesen Menschen.
- Dieser Mensch ist ungefährlich.
- Dieser Mensch sagt mit der Frage eigentlich: Ich weiß nicht genau, was los ist, aber ich höre zu wenn du willst.
- Dieser Mensch hat irgendwie Angst vor meiner Antwort, obwohl die Frage sehr entschlossen und selbstsicher wirkte.

In meinem Kopf war einiges los:
- Ich wusste, was ich antworten muss, um "richtig" zu reagieren.
- Ich war mir unsicher, ob ich diesem Menschen diese Antwort geben will, weil es sich nicht gut anfühlte, mit diesem Menschen so umzugehen wie es "richtig" gewesen wäre.
- Ich wusste, was ich riskiere, wenn ich etwas "falsches" oder "verbotenes" sage.
- Ich wäre am liebsten gegangen, das war aber keine Option.
- Das was ich sagen will, ist nicht das, was ich sagen muss und darf.

Total durcheinander und verunsichert bekam der Mensch dann eine Antwort, die für die Täter "zu falsch" war. Ich konnte in dem Moment aber nicht anders. Ich musste etwas sagen, was zu wenig sagt um zu viel zu verraten, und ausreichte um dem fragenden Menschen mitzuteilen, dass ich die Frage zwar verstanden habe, aber sie nicht beantworten kann.

Den kurzen Satz von damals kann ich bis heute nicht wiederholen, auch schriftlich nicht. Die Reaktion der Täter auf mein "Fehlverhalten" hat mich noch zu sehr im Griff. Gedanken an das alles, oder den Satz von anderen (von uns oder Außenmenschen) zu hören reicht immer noch, um es mir (und manchmal auch anderen hier) unmöglich zu machen, zu sprechen, das fühlt sich an wie eine innere Schockstarre.

Was mir damals nicht bewusst war: Ich habe diesem Menschen zwar aus meiner Sicht eine ehrliche Antwort gegeben, nur habe ich im Jahr 199x eine Antwort gegeben, die sich auf unser Leben im Jahr 198x bezog, und im Jahr 199x so nicht mehr ganz zutreffend war. Ich hab mich und den Körper so wahrgenommen, als wäre 198x. Dass der fragende Mensch nicht in diese Zeit gehört, ist mir nicht bewusst gewesen, obwohl es heute logisch und offensichtlich erscheint. Das Wissen von heute hatte ich damals nicht, hatten wir alle damals nicht, darum erscheint heute vieles unverständlich für uns was damals total klar zu sein schien. Es ist trotzdem kein gutes Gefühl, diesem Menschen eine Antwort gegeben zu haben, die so nicht stimmte, auch wenn ich das damals nicht wusste und das nie so gesagt hätte, wenn ich Zweifel daran gehabt hätte, dass ich damit eine ehrliche Antwort gebe. Das jetzt richtig stellen zu können wäre gut für mich, aber das wird nichts, wir haben keinen Kontakt mehr.

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Dienstag, 23. Januar 2018
nur meine Gedanken...
Es ist nicht leicht, die Gedanken und Gefühle zu sortieren, die Berichte über Missbrauch von Kindern auslösen. Nicht nur die Taten sind kaum auszuhalten, sondern immer wieder auch der Umgang der Behörden und Medien mit dem Thema, wie jetzt z.B. die Berichte über das, was in Freiburg alles falsch lief. Es entsteht für mich immer wieder der Eindruck, dass sich in den letzten 20 Jahren nichts geändert hat, dass die, die Kinder schützen sollten, nichts dazu gelernt haben.

Keine Ahnung wer das war, der im TV sagte: “Dass es solche Fälle auch in Deutschland gibt, ist erschreckend, sowas kennen wir bisher nur aus Asien.” aber das ist an Unwissen und Ignoranz der Tatsachen wohl kaum zu überbieten! Und außerdem ist es dumm, unglaublich dumm. Auf welcher Fehleinschätzung beruhen solche Aussagen? Dass Deutsche die “besseren Menschen”, und damit nur Asiaten zu solchen Taten fähig sind? Ich will gerade nicht darüber nachdenken, wie der Typ zu dieser Aussage kommt, kotzen könnte ich bei sowas trotzdem.

In Berichten über das, was Behörden im Fall des Jungen aus Freiburg falsch oder einfach nicht gemacht haben, wird immer wieder klar, dass denen die dann doch helfen wollen, die bestehenden Gesetze und Vorschriften im Weg sind. Das ist aber nichts neues, das war vor 20 Jahren schon so. Geändert wurde nichts, oder nicht im ausreichendem Umfang. Was muss denn noch passieren, bis endlich alles getan wird, um Kinder vor solchen Erfahrungen zu schützen?

Es fängt bei so einfachen Dingen an, wie die auch unter Mitarbeitern von Jugendämtern und Justiz immer noch bestehende Annahme, dass Mütter immer und in jedem Fall alles tun um ihr Kind zu schützen, und immer am besten wissen, was tatsächlich gut für ihr Kind ist. Eine Mutter muss nur betonen, dass sie ja die Mutter ist und Rechte hat, und alle bekannten Umstände die dagegen sprechen, dass das Kind bei der Mutter sicher ist, werden vergessen, ignoriert, keine Ahnung was da in den Köpfen der Leute vorgeht. Es ist aber genau der Irrtum, der viele Taten erst möglich macht. Wie jetzt in Freiburg auch wieder.

Vor 20 Jahren wars in unserem Fall im Grunde das gleiche, nur waren wir schon alt genug, um aus der Wohnung abzuhauen wenn die Polizei, die uns hätte da rausholen sollen, wieder weggefahren ist ohne irgendwas zu tun, weil die Mutter versicherte, uns Kindern würde nichts passieren, sie würde das nicht zulassen. Es ging da nicht um sexuellen Missbrauch, nicht mal um die körperliche Gewalt gegen uns Kinder, sondern “nur” mal wieder um die Lautstärke der Konflikte zwischen unseren Eltern, den täglichen Psychoterror der selbst den Nachbarn auffiel. Die haben aber auch nichts mehr gesagt, nachdem die Polizei das dritte Mal wieder ging, ohne irgendwas getan zu haben. Was soll man auch machen, wenn die Polizei keinen Handlungsbedarf sieht, oder davon absieht uns Kinder anders unterzubringen, weil die Mutter versichert, den Vater nicht wieder in die Wohnung zu lassen. Dass der jedesmal wieder reingelassen wurde, als die Polizei noch keine 10 Minuten weg war, hat dort niemanden mehr gewundert, war eben so. Versuche der Polizei, rauszufinden was wirklich ist, waren zwar da, aber in einer Form, die sinnlos war. Welches Kind gibt 100% ehrliche Antworten über Gewalt in der Familie, wenn Mutter und Vater daneben stehen und der Vater allein durch Blicke vermittelt, dass es besser ist, die Klappe zu halten?
In Freiburg hat man sich auch darauf verlassen, dass die Mutter das Kind schützt und der vorbestrafte Täter sich an die Auflagen hält. Klar, der hat ja vorher schon bewiesen, was er von Gesetzen und dem Einhalten dieser hält, da vertraut man ihm einfach mal blind - auf Kosten eines Kindes. Zum Kotzen ist das alles, immer wieder!

Bei Beratungsstellen kommt zum Glück immer mehr an, dass Hilfe nicht vom Geschlecht der Betroffenen abhängig gemacht werden darf. Das haben wir noch ganz anders erlebt, als wir zum ersten Mal Hilfe bei Beratungsstellen gesucht haben. Da wurde explizit Hilfe für Mädchen und Frauen angeboten, als Begründung diente irgendwelcher “Feministen-Mist”, das ging uns schon damals nicht in den Kopf. Missbrauch bleibt Missbrauch und ist nicht weniger verletzend für Jungen und Männer, als für Mädchen und Frauen. Und sich eine Aussage darüber zu erlauben, welches Geschlecht häufiger betroffen ist, finde ich schon schwierig, wenn Jungen und Männern vermittelt wird, dass es “weniger schlimm” ist, wenn sie betroffen sind und Hilfe aufgrund des Geschlechts verweigert wird. Wo soll denn dann der Mut und die Kraft, oder auch die Motivation dazu, herkommen, zu sagen, dass man(n) sexuellem Missbrauch ausgesetzt war? Schon allein deshalb ist die Dunkelziffer sicher deutlich höher als angenommen.
Letztendlich geht es um Kinder, und niemand kann sich aussuchen mit welchem Geschlecht er/sie geboren wird. Wenn sich Beratungsstellen auf die Fahnen schreiben, Betroffenen helfen, und informieren zu wollen, dann muss das unabhängig vom Geschlecht (des Kindes) sein.
Hier in unserer Stadt ist das bei Beratungsstellen angekommen. Wenn jetzt noch die Kostenträger überall kapieren, dass sparen an dieser Stelle einfach falsch ist, könnte sich mehr zum positiven verändern.

Wir haben nicht nur im Kontext ritueller Gewalt erlebt, dass auch Jungen betroffen sind, auch bei “privaten Feiern” haben die Täter kein Geheimnis daraus gemacht, dass sie mit Jungen dasselbe machen, und auch das was als “Kinderpornographie” bezeichnet wird - egal was wir von dieser Bezeichnung halten - betrifft beide Geschlechter. Der einzige Unterschied den wir mitbekommen haben, war, dass Jungen ab einem bestimmten Alter mehr in die “Täter-Rolle” gezwungen wurden. Das ist aber nur unsere Beobachtung in unserem Umfeld gewesen, das sagt nichts über den Einzelfall. Und es sagt nichts darüber, wie traumatisierend die eine oder andere Art des Missbrauchs ist. Das Gefühl zu haben, Täter zu sein, obwohl man nichts davon freiwillig getan hat, versucht hat sich zu wehren, ist psychisch eine extreme Belastung. Auch wenn der Verstand weiß, dass man unschuldig ist, bleibt man fürs eigene Gefühl wahrscheinlich immer schuldig.
Nachvollziehen kann das wohl nur jemand, der es selbst erlebt hat und damit klarkommen muss.

Was Gutachter, Therapeuten usw. immer noch viel zu oft falsch einschätzen und beurteilen, sind die psychischen Folgen traumatisierender Erlebnisse, genauso wie die Auswirkungen der psychischen, seelischen Gewalt im Rahmen sexuellen Missbrauchs und/oder körperlicher Gewalt.
Das fängt bei Aussagen wie wir sie nicht nur einmal zu hören bekommen haben, an, wie z.B. der Aussage: “Die Gehunfähigkeit ist das schlimmste, was die euch angetan haben.”. Wir können nachvollziehen, dass das für andere Menschen “das schlimmste” zu sein scheint, es stimmt aber einfach nicht. Es ist eine Einschränkung in allen Bereichen des Alltags, aber für uns ist das, was die Taten emotional bei uns ausgelöst haben, das, was zum großen Teil auch non-verbal vermittelt wurde, heute immer noch ein größeres Problem und schwerer auszuhalten und “auszublenden”, als das was damals an körperlichen Schmerzen verursacht wurde und heute an körperlichen Einschränkungen da ist. Schlimm ist für uns die Gehunfähigkeit dann, wenn wir merken, dass joggen gehen gerade das einzige wäre, was uns helfen würde, mit dem klarzukommen was gerade im Kopf abgeht. Joggen war für uns lange wie Medizin, es wirkte antidepressiv und auch sonst positiv. Dass das wegfällt, ist tatsächlich ein großes Problem für uns. Weil es geholfen hat, den “Psycho-Mist” zu ertragen, aber rückgängig gemacht hat auch das nichts von den seelischen Folgen. Diese sind immer noch die Folgen der Vergangenheit, die uns wirklich einschränken und vom “normalen Leben” ausschließen, weil einfachste Dinge ein riesen Hindernis/Problem für uns darstellen.

Es wird Zeit, dass Fachleute verstehen, dass da mehr mit einem Kind passiert als das was man sehen kann, wenn es Gewalt ausgesetzt ist. Und dass das nicht verschwindet und folgenlos bleibt, egal wie alt ein Kind ist, wenn es Gewalt erlebt. Einschätzungen wie: “Er/sie ist/war zu klein, um sich später daran zu erinnern was passiert ist, darum halten sich die Folgen für das weitere Leben in Grenzen.” gehen an der Realität der Betroffenen vorbei. Selbst wenn man sich an den Ablauf der Taten nicht ausreichend erinnern kann, um Orte und Täter zu benennen, oder wenn man zu klein war, um sprachlich ausdrücken zu können, was passiert ist, Entsetzen, Angst, Erniedrigung, usw., das sind Dinge, die erlebt auch ein Kind, das noch keine Worte dafür hat, und diese Gefühle haben Folgen und wirken sich auf die Entwicklung und das ganze Leben aus, egal ob man alt genug ist um zu benennen und zu verstehen was da passiert, ein Kind fühlt das alles trotzdem und leidet darunter.

Lange waren auch Ärzte davon überzeugt, dass Babies keine Schmerzen empfinden können. Das ist zum Glück widerlegt. Auch wenn wir nicht nachvollziehen können, wie man überhaupt auf den Gedanken kommen kann, dass Babies keine Schmerzen wahrnehmen, weil wir das einfach nur dumm, anmaßend und … finden, war das lange gültiges Wissen. Nur daraus gelernt, dass Dinge die heute logisch erscheinen, 20 Jahre später überholt und widerlegt sein können, hat irgendwie niemand.

Aus der Vergangenheit zu lernen scheint insgesamt etwas zu sein, was der Menschheit schwerfällt, das ist aber ein anderes Thema...

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Samstag, 13. Januar 2018
zu viel Vergangenheit in der Gegenwart
Wir leben im besten Fall in der Gegenwart, während verschiedenes aus der Vergangenheit parallel im Kopf abläuft. Solange wir das klar haben, ist das zwar nicht schön, aber ungefährlich. Wenn die Vergangenheit aber unser Denken und Handeln beeinflusst oder fast schon “fernsteuert”, wird es kompliziert. Wir beurteilen dann alles was um uns passiert nach alten Überzeugungen. Was Kleo tut, unser Therapeut sagt usw. wird im Kontext der “Gehirnwäsche” von damals gefühlt und verstanden, was den Menschen um uns gegenüber nicht fair ist, denn sie geben seit Jahren alles, um uns positive Erfahrungen möglich zu machen. Und wir stehen uns damit selbst im Weg, gefährden wichtige Bindungen, weil wir auf “alten Scheiß reinfallen”, und das teils ohne es zu durchschauen.
Mit unserem Therapeuten über etwas persönliches, emotionales zu reden ist schwer, wenn wir von dem Mist der uns von klein auf vermittelt wurde, gerade wieder überzeugt sind. Das waren Dinge wie:
Wir können und dürfen niemandem trauen, letztendlich wollen und werden uns alle Menschen schaden, ausnutzen und hintergehen.
Es wird uns niemand wirklich glauben, sondern jede/r wird alles was wir sagen zum eigenen Vorteil nutzen.
Wir sollten niemanden gern haben, weil er/sie dann sterben muss.
Sollte jemand auf die Idee kommen, uns anders zu behandeln als vorgesehen, muss er/sie sterben.
Allein, so etwas von klein auf zu hören hat Auswirkungen auf das ganze Leben. Mit eigenen Augen zu sehen, dass jemand der Mitgefühl mit uns und anderen Kindern gezeigt hat, einfach so erschossen wird, als wäre das die logischste und selbstverständlichste Reaktion auf sein Mitgefühl, verstärkt das alles noch. Das zu vergessen geht nicht. Gelingt mir auch mit dem heutigen Wissen über diese Art Tätergruppen nicht. Ich, wir alle, hatten wegen diesen Erlebnissen so eine scheiß Angst um Außenmenschen, dass selbst ich es, mit 18 Jahren, nicht hinbekommen habe mit Therapeuten auch nur ein Wort zu sprechen oder Kleo zu erklären, was es mir und den anderen so schwer macht zu reden. (Ich war 18 zu der Zeit, also es war mein “Innenalter”, laut Ausweis waren wir älter als 25 Jahre.) Es war ein Kind von uns, jünger als 10 Jahre, das es letztendlich aus Verzweiflung geschafft hat Kleo zu erzählen, was wir früher gesehen haben. Heute bin ich immer wieder wütend darüber, dass ich als Erwachsener es nicht hinbekommen habe, den Kleinen diesen Druck zu nehmen, bevor sie nicht mehr anders konnten als aus Verzweiflung und Angst zu “platzen”.
Mehrere Therapeuten haben uns danach erklärt, dass das was da passiert ist, eine typische Methode solcher Gruppierungen ist, und man davon ausgehen kann, dass da niemand tatsächlich getötet wurde, auch wenn es wirklich danach aussah. Klar klingt das logisch, was uns dazu erklärt wurde. Letztendlich bleiben für uns Zweifel, ob dieser Mann nicht doch wirklich erschossen wurde. Ich hab ihn danach jedenfalls nicht wieder gesehen. Das beweist aber weder das Eine noch das Andere. Es kann gut sein, dass er sich danach wie einige andere Täter nur noch mit irgendeiner Maske gezeigt hat und ich ihn deshalb einfach nicht erkannt habe. Und es kann sein, dass er dann woanders aktiv war, und ich ihn deshalb nicht mehr gesehen habe. Die Wahrheit bleibt das Geheimnis dieser Gruppierung und wir können nicht zu 100% ausschließen, dass es nicht nur eine Inszenierung war, was wir gesehen haben. Ungewissheit ist nie gut und immer schwierig, und sie wird bleiben, das kann ich nicht ändern.
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Ein bißchen kann man die Vergangenheit schon “überlisten”, die Erinnerungen kommen trotzdem.
Als Kind wurde uns z.B. von allen Seiten gesagt: “Du bist ein Mädchen, und Mädchen haben lange Haare!” wenn jemand von uns kurze Haare haben wollte oder sich einfach selbst die Haare abschneiden wollte. Schlimmer Fehler! Die Strafe folgte sofort.
Einmal hab ich eine Mütze aufgesetzt, war irgendwie ein Bedürfnis und ich hatte keine Ahnung, dass das ein Fehler ist. Als die Erziehungsberechtigten mich mit Mütze sahen, ging das Gemecker los: “Leg die Mütze sofort dahin wo du sie gefunden hast! Solche Mützen sind was für Jungs!” Als ich reflexartig sagte: “Na ich bin doch ein Junge?!” fingen beide laut an zu lachen. In dem Moment verstand ich die Welt nicht mehr. Dass die Mutter darüber lacht, war nachvollziehbar für mich, aber dass der Vater auch lacht, hat mich total verwirrt. Ich dachte nur: “Wie kann der darüber lachen, er spricht mich doch mit meinem Namen an, und der ist ein Jungenname, also was findet er jetzt lustig daran?”. Ich kam allerdings nicht dazu, das zu fragen. Er war schneller mit: “Geh in dein Zimmer, bevor du noch mehr Unsinn erzählst!” und ich ging sofort, weil ich wusste wie er reagiert, wenn ich nicht sofort mache was er verlangt.
Die Sache hatte noch Folgen. Der Vater fand gar nicht gut, dass ich unser Zimmer überhaupt verlassen habe, das durften nur bestimmte Personen von uns und die waren alle Mädchen. Und dass ich auch noch gesagt habe, dass ich ein Junge bin, war der nächste schlimme Fehler.

Dass wir jetzt selbst entscheiden können, wie lang - oder eher kurz - unsere Haare sein sollen, tut vielen von uns gut. Wir fühlen uns am besten, wenn die Haare sehr kurz sind. So kurz, dass es unmöglich ist, daran zu ziehen. Unser Kater hat längeres Fell als wir Haare! XD
Und wir haben ne ziemlich große Sammlung Mützen…
Beides hilft, mehr in der Gegenwart zu leben als in der Vergangenheit.

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Freitag, 5. Januar 2018
Eine Nacht die keiner braucht!
Was auch immer letzte Nacht los war, was diese fiese Panik ausgelöst hat, es soll weg bleiben. Wir sind total müde und erschöpft, es reicht wirklich.
Eigentlich sind wir total happy darüber, wirklich fast jede Nacht ein paar Stunden schlafen zu können. Das ist für uns was neues und wir haben uns lange echt geärgert, dass das Milnacipran in Deutschland nicht schon ein paar Jahre früher zugelassen wurde, weil schnell klar war, dass uns dieses AD einiges erspart hätte, wäre es eher verfügbar gewesen. Es ist nun wie es ist und uns geht es besser seit wir es nehmen. Allerdings vergeht uns die Freude darüber, jede Nacht einzuschlafen, wenn wir morgens schon mit Angst vorm Abend wach werden.
So eine Panik wie letzte Nacht hatten wir lange nicht mehr, irgendwie sind wir davon ausgegangen, dass das so nicht mehr passieren wird. Aber falsch gedacht. Was für ein Traum oder Flashback zu dieser extremen Angst geführt hat, weiß hier niemand mehr, ans Aufwachen können wir uns aber sehr gut erinnern. Im Zimmer waren nicht mehr als 5° C, das Fenster offen und wir nicht zugedeckt, aber durchgeschwitzt wie im Sommer bei 35° C, echt ekelig, wir hassen schon allein das Schwitzen total. Dazu das Gefühl, nicht ausreichend atmen zu können, und vor Angst so starr zu sein, dass es gedauert hat, bis wir uns hinsetzen konnten und das auch geschafft haben. Wir haben ein Pulsoxymeter für den Finger. Damit können wir uns leicht selbst beweisen, dass wir ausreichend Sauerstoff im Blut haben, also ganz sicher genug Luft bekommen, obwohl es sich nicht so anfühlt. Scheiße nur, dass das Teil letzte Nacht zwischen 88% - 90% schwankte, das war so gar nicht beruhigend. Das ist an sich so erstmal nicht wirklich gefährlich und uns war ja klar, dass wir “nur” Panik, aber keinen Asthmaanfall haben, und sich das wieder auf 99% erhöht, wenn wir uns beruhigen. Die Theorie dann in die Praxis umzusetzen war allerdings diesmal nicht so ganz einfach. Erstens, weil wir echt erschrocken sind, als das Pulsoxy nicht wie sonst einen Wert zwischen 95% - 99% anzeigte, und zweitens, weil wir als Kind/Jugendliche bei Asthmaanfällen oft das Gefühl hatten, dass aus einer Sättigung von 89% in Sekunden eine Sättigung von 75% wird, wenn die Medis nicht schnell genug wirken oder wir es nicht geschafft haben, ausreichend Wirkstoff einzuatmen. Tatsächlich dauert es sicher länger als ein paar Sekunden bis der Wert so abfällt, aber die Angst zu ersticken hat unser Zeitgefühl immer sofort erstickt, wenn die Medis nicht gleich Erleichterung brachten. Keine Ahnung wie viele Sanis wir damit kirre gemacht haben damals, aber keine Luft zu bekommen macht uns einfach wahnsinnig, da sind wir extrem empfindlich. Letzte Nacht haben wir dann durch das Pulsoxy rausgefunden, wie wir atmen müssen, um die Sättigung in den normalen Bereich zurück zu bekommen. Dass das funktioniert hat, hat dann auch die Angst runtergefahren. So ein Pulsoxy ist in dem Fall ein einfaches und effektives Hilfsmittel, weil es schnell anzeigt, wenn die Atmung wieder in den ungünstigen Bereich kippt. Dazu ist die Erfahrung, sich so einfach selbst helfen zu können, für uns wertvoll und wichtig.
Heute dann 7 Uhr die Medis zu nehmen war eine riesen Herausforderung, wir waren sooo müde und schwach, dass das echt Kraft und Überwindung gekostet hat. Irgendwann nach 7:30 Uhr haben wir es dann geschafft, aber die 8 Tabletten kamen uns vor wie 20 weil es einfach total anstrengend war sie zu schlucken und dazu etwas zu trinken. Wir haben vormittags dann noch zu Kleo gesagt, dass wir jetzt nicht mehr sagen könnten, was wir alles genommen haben und wie viele Tabletten es waren, aber die sind ja alle in Anaboxen einsortiert und damit können wir erstmal nichts falsches genommen haben, vorausgesetzt die Boxen sind vorher richtig befüllt wurden, aber davon können wir ausgehen. Als dann die nächsten Medis dran waren, war bei “morgens” doch noch eine Tablette drin, aber keine “lebenswichtige”, von daher nicht so schlimm. Zeigt aber, dass wir wirklich verpeilt waren, als wir die Medis morgens genommen haben.
Aus 8 Uhr aufstehen wurde dann auch nichts, kurz nach 9 Uhr haben wir uns dann aber doch dazu zwingen können aufzustehen, der Zug hätte ja sicher nicht auf uns gewartet und den Therapietermin wollten wir auf keinen Fall verpassen.

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Freitag, 24. November 2017
...alles nicht so einfach...
Dass Diätprodukte Verarsche sind, fällt erst auf, wenn man sich die Zutaten und Zusammensetzung durchliest, aber das:



Und die anderen 50 Prozent in diesem Salz sind was?


Die Überschrift zu folgendem Bild: "Nazi sein ist gar nicht so leicht!"



Man kanns ja auch einfach sein lassen!

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Montag, 13. November 2017
Frauenquote / Gleichberechtigung / Ehe (für alle) / IoT / Datenschutz / Begegnungen
Neulich bekamen wir mal wieder eine Diskussion zum Thema “Frauenquote” in verschiedenen Berufen mit, und wie immer ging uns das Gelaber irgendwann auf den Keks, wie einige andere “feministische” Themen auch. Wir konnten selbst nicht die Ausbildung anfangen, die wir am liebsten gemacht hätten, weil die Ausbilder kein Lehrjahr aus 9 männlichen Jugendlichen + 1 weiblichen Jugendlichen haben wollten, und unseren Platz deshalb einem weiteren männlichen Jugendlichen gaben, der im Eignungstest deutlich schlechter abgeschnitten hatte als wir. Dass das nicht richtig war, ist klar, denn es lag in dem Fall nur am Geschlecht und nicht an der Leistung. Was wir in den Diskussionen zur Frauenquote nie nachvollziehen können, ist, dass viele Frauen zu glauben scheinen, dass das Erzwingen einer bestimmten Anzahl an Frauen in irgendeinem Beruf wirklich die Lösung, und außerdem in jedem Fall positiv für Frau XY oder Arbeitgeber XY wäre. Wir würden keinen Job machen wollen, den wir bekommen mussten, weil wir weiblich sind, obwohl ein männlicher Kollege viel besser geeignet wäre. Das wäre doch totaler Schwachsinn! Für den Arbeitgeber, für uns, und wahrscheinlich würde das Arbeitsklima auch darunter leiden.
/
Eine Bekannte von uns hat nichts gegen gleichgeschlechtliche Partnerschaften, solange keine Kinder im Spiel sind, die brauchen nämlich unbedingt einen anwesenden Vater. Soweit ist das okay für uns, auch wenn wir anderer Meinung sind. Lächerlich - oder auch traurig - und einfach nur dumm wurde es, als sie sagte, dass sie gegen männliche Erzieher in Kitas ist, denn Männer missbrauchen Kinder. Dümmer gehts wirklich kaum!
1. Auch Frauen sind Täter, und das häufiger als die meisten Menschen denken.
2. Auch Väter missbrauchen ihre Kinder, Männer nicht in Kitas arbeiten zu lassen, wird Kindesmissbrauch sicher nicht verhindern.
Diese Bekannte von uns ist überzeugt von dem Mist den sie erzählt, Diskussion zwecklos.
/
Hier in der Stadt sollen an bestimmten Stellen Überwachungskameras installiert werden, weil die Kriminalität dort deutlich zugenommen hat und viele sich nicht mehr sicher fühlen. Es gab immer wieder Proteste gegen dieses Vorhaben, hauptsächlich wegen Datenschutzbedenken. Das ist zwar schon ein Punkt, der bedacht und geregelt werden muss, aber was hier an Übergriffen, Körperverletzungen und anderen Dingen passiert, kann nicht einfach ignoriert werden von der Stadt. Was wir merkwürdig finden, ist, dass viele gegen Kameras sind, die zur allgemeinen Sicherheit und Aufklärung von Straftaten beitragen sollen und sicher auch können, unter denen sehr wahrscheinlich einige Leute sind, die jeden Pups auf Facebook posten, Fotos von sich bei Instagram o.ä. hochladen, die mehr über sie verraten als eine Überwachungskamera in einer Fußgängerzone es könnte. Das passt für uns nicht zusammen. Auch das IoT, SmartHome-Gedöns, immer mehr Menschen nutzen solche Dinge, ohne sich in diesem Zusammenhang überhaupt Gedanken über den Schutz ihrer Privatsphäre und Daten zu machen. Aber Kameras in ner Fußgängerzone sind ein riiiieeesen Problem? Schon schräg, irgendwie.
/
Als wir vor einigen Tagen einkaufen waren, trafen wir auf einen kleinen Jungen. Er war ein paar Meter vor uns als er uns bemerkte und er wär uns wahrscheinlich nicht aufgefallen, aber als er uns sah, war sein: “Papa! Auto, Auto! Da ist ein Auto Papa!” im ganzen Discounter zu hören. Papa war allerdings sehr mit dem Tee und Kaffee Angebot beschäftigt und ließ sich von seinen Sohn nicht davon ablenken. Der Kleine redete trotzdem weiter, stellte Fragen wie: “Papa warum darf das Auto hier rein und unseres nicht?”, “Darf ich mitfahren mit dem Mann?” - wir waren also wieder mal ein Mann, passiert häufiger bei Kindern. Papa drehte sich dann doch mal um, um zu erfahren was sein Sohn so spannend findet, sagte dann zu ihm: “Das ist kein Auto, sondern ein Rollstuhl.” und drehte sich wieder zum Kaffeeregal. Der Kleine fragte weiter: “Kann der Mann nicht laufen?”, “Fährt der auch in der Wohnung damit?”. Nach einer kurzen Pause sagte er: “Ich will auch überall fahren dürfen, das ist viel schöner als immer laufen!”. Das überforderte Papa offenbar, er griff nach dem Arm seines Sohnes und zog ihn um die Ecke, so dass er uns nicht mehr sehen konnte.
Am Samstag standen wir an der Kasse hinter einer Familie mit einem noch ziemlich kleinen Mädchen. Das war mit einer Puppe beschäftigt, bis die Mutter diese aufs Kassenband legte. Die Kleine wurde unruhig, drehte sich zu uns um und war so erschrocken über den für sie wahrscheinlich riesig wirkenden E-Rolli, dass sie anfing zu schreien und nach ihrer Mutter griff. Wir haben uns dann an einer anderen Kasse angestellt. Diese Reaktion eines Kindes war für uns neu, die meisten Kinder in diesem Alter vergessen oft zu weinen sobald sie uns sehen und starren uns mit offenem Mund und riesigen Augen an, bis wir aus ihrem Blickfeld verschwunden sind. Dann fällt den Kindern wieder ein, dass sie ja gerade noch getröstet werden wollten, und weinen weiter als wär nichts gewesen. Das ist eine Reaktion mit der wir rechnen, das Mädchen an der Kasse hat uns aber ziemlich überrascht.

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Montag, 23. Oktober 2017
da will uns etwas stressen
Und das schafft es auch, aber dem nachgeben haben wir trotzdem nicht vor. Wir hatten das alles lange im Griff, also wird es auch wieder unter Kontrolle zu bekommen sein, wir müssen nur durchhalten.

1. Neulich fuhr nachts ein Auto vorbei, das garantiert gegen jede gesetzliche Vorgabe zur erlaubten Lautstärke von Autos verstoßen hat. Das ist an sich nichts Neues, wir wohnen an einer Hauptstraße, die besonders nachts immer wieder gerne als Rennstrecke genutzt wird. Laute Autos sind hier normal und darum eigentlich kein Problem mehr. Eigentlich. Wir verstehen noch nicht warum, aber letztens hat so ein Auto bei uns richtig Panik ausgelöst, solche Panik hatten wir schon länger nicht mehr. Das Geräusch des Autos hat eine Assoziation zu einem anderen Geräusch ausgelöst, und das hat dann zu Panik geführt, ohne das wir wissen, was da genau los ist in unserem Kopf. Es ist als wurde ein Container an Erinnerungsfetzen über uns ausgekippt, die so schnell an uns vorbei fallen, dass wir sie nicht greifen können und nur ein Hauch davon es ins Bewusstsein schafft, was durch die Menge an Eindrücken trotzdem zu viel war/ist. Wenn wir diese Situation als erledigt “ablegen” könnten, wäre da zwar diese unschöne Panik gewesen, aber es hätte keine weiteren Auswirkungen auf uns. Das klappt nur irgendwie nicht. Seit der Nacht reagieren wir auf verschiedene Geräusche, nehmen sie anders wahr als sie tatsächlich sein können/müssten, was dann wieder diese Eindrücke aktiviert, die uns Angst machen. Dadurch haben viele von uns nun Angst, dass auch Geräusche/Töne in der Musiktherapie Panik auslösen, was zu dem Impuls führt, nicht hinzugehen. Dem nachzugeben wäre dumm, denn das macht es auf Dauer nicht leichter und nimmt uns etwas, was uns eigentlich gut tut. Also trotzdem hingehen, egal was der Körper für Symptome auffährt um zu verhindern, dass wir hingehen.

2. Da ist mal wieder das Problem mit dem Danke sagen. Es hat ewig gedauert, bis wir das konnten, ohne dass uns danach Ängste, Schuldgefühle und anderer Mist total kirre gemacht haben. Jetzt geht das wieder los und wir verstehen nicht, auf welcher Grundlage unser Kopf das nun wieder ausgräbt. Es gibt Menschen, für die ist es einfach nur ein Wort und sie benutzen es wie Andere die Frage “Wie gehts?” und die Antwort “Gut!”, einfach weil es Standard ist, so zu antworten. Wir finden das zwar immer total schräg, weil für uns da viel Emotion dran hängt, aber gerade wäre es schön, wenn das nicht so wäre und wir das Wort verwenden könnten, als hätte es keine Bedeutung. Ist nur nicht so und klappt nicht.

Mist dieser Art nervt einfach total und darum muss er weg. Irgendwie werden wir das auch schaffen, die Herausforderung ist: genug Geduld zu haben.

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